Schweiz
1 Region · 5 Tauchplätze · bis 89 m tief
In der Schweiz tauchst du in kalten Karstquellen in den Alpen und ihren Ausläufern: am Thunersee, am Walensee und im Tessin. Es sind ernsthafte Full-Cave-Tauchgänge mit 6–8 °C Wasser und stark wechselnder Schüttung. Der Zugang ist je nach Quelle verschieden.
Karte
Nicht verpassen
- Bätterich (Bätterichquelle) →
Eine Karstquelle am Thunersee bis 80 m, am besten im Winter und im Spätsommer.
- Gelber Brunnen →
Eine zweite Quelle in der Region Thun bis 68 m, gut mit dem Bätterich zu kombinieren.
- Sorgente Bossi (Böss) →
Eine Sidemount-Quelle im Tessin bis 89 m, die langsam auf Regen reagiert und fast das ganze Jahr betauchbar ist.
- Rinquelle →
Eine Sidemount-Quelle oberhalb des Walensees bei den Seerenbachfällen, praktisch nur im Winter bei niedriger Schüttung.
Regionen
Gut zu wissen
- Für die Sorgente Bossi registrierst du dich online und brauchst die Freigabe von Underwater Training CMAS.CH: mindestens Full Cave, Tauchtauglichkeit, Such- und Bergungsversicherung, Buchung und Schlüsselabholung.
- Viele Schweizer Karstquellen sind für Trinkwasser gefasst. In der Schutzzone S1 rund um eine Fassung darfst du nicht tauchen; frag bei einer unbekannten Quelle zuerst den Kanton oder die Gemeinde.
- Das Wasser ist kalt (Bätterich 6–8 °C, Rinquelle 6 °C): Trockenanzug und Heizung. Die Rinquelle-Höhle dürfen nur Höhlentaucher betreten.
- Der Lac souterrain de Saint-Léonard ist eine Schauhöhle und für Taucher nicht offen. Kompressoren an der Sorgente Bossi sind verboten.
Tipps für sicheres und entspanntes Tauchen
- Tauch den Bätterich nicht während der Schneeschmelze im Frühjahr: Dann gibt es gefährliche Strömungen.
- Gas: am Thunersee das Dive Center Thunersee in Hilterfingen; in der Ostschweiz Tiefenstein in Horn und Divepad in Urdorf (Trimix, O₂, Helium). Fürs Tessin fragst du bei der Buchung der Sorgente Bossi nach Füllmöglichkeiten.
- Notfall: Ruf die 112 oder die Rega 1414 an und sag „Tauchunfall“. Bei einem Höhlenunfall alarmiert die Rega Spéléo-Secours Suisse, das ein eigenes Höhlentauch-Rettungsteam hat.
- Druckkammern: Genf (24/7), Basel und eine mobile Notfallkammer in Mendrisio, nahe der Sorgente Bossi. Die Rega entscheidet, wohin du kommst.
- Ruhetag: die Beatushöhlen nahe dem Bätterich, eine Bootsfahrt auf dem Lac souterrain de Saint-Léonard oder die Wanderung zu den Seerenbachfällen und der Rinquelle ab Betlis.
Brevet-Anforderungen, Konfigurationen und Trimix-Tiefen sind Schätzungen für die Planung. Prüfe sie immer vor Ort und tauche im Rahmen deiner Ausbildung.
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Automatisch gesucht, zuletzt am 5. Okt. 2026.
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