Spanien
8 Regionen · 68 Tauchplätze · bis 135 m tief
Spanien ist groß und vielseitig für Höhlentaucher. Im Norden (Burgos, Soria, Kantabrien) tauchst du kalte, tiefe Quelltöpfe wie den Pozo Azul und La Fuentona. Katalonien, der Alto Tajo und Andalusien bieten Explorationshöhlen und Siphons im Kalkgebirge, die Levante warme Höhlen mit 29–31 °C, und Mallorca, Menorca, die Costa Brava und Lanzarote Meereshöhlen, Cavern-Tauchgänge und anchialine Höhlen.
Karte
Nicht verpassen
- Pozo Azul →
Der Klassiker Nordspaniens: klares Wasser mit 9–11 °C das ganze Jahr, und die Gänge sind nur für brevetierte, erfahrene Höhlentaucher.
- Font Bordonera →
Eine Explorationshöhle in den Vorpyrenäen bis 80 m, mit Sediment, Engstellen und tiefen Abschnitten auf ~765 m Höhe: etwas für erfahrene Full-Cave-Taucher.
- Cueva del Agua (Isla Plana) →
Eine Höhle mit 29–31 °C warmem Wasser, die du das ganze Jahr tauchen kannst; vor Ort gibt es Guiding und Ausbildung.
- La Catedral (Cap d'en Font) →
Eine Cavern bis 20 m an der Küste von Cap d'en Font, außerhalb der Meeresschutzgebiete und von lokalen Basen geführt: eine gute Wahl für Cavern-Taucher.
- Cueva de las Gambas (Puerto del Carmen) →
Eine Cavern im Vulkangestein bei Puerto del Carmen mit 17–24 °C warmem Wasser; Achtung, sie reicht bis 45 m.
Regionen
- NordspanienKalte Karstquellen in Burgos rund um den Pozo Azul, eine der längsten Unterwasserhöhlen Spaniens, die tiefe und streng regulierte Fuentona in Soria und die Siphons im Karst von Matienzo in Kantabrien. Viel Explorationsgebiet, wenig Infrastruktur.10 Höhlen · bis 135 m tief
- KatalonienTiefe Quellen mit viel Sediment in den Vorpyrenäen (Font Bordonera, Forat de l'Or), ein Expeditionssiphon in der Cerdanya sowie einfache Meereshöhlen und Tunnel bei den Medes-Inseln, an der Küste des Montgrí und bei L'Escala.10 Tauchplätze · bis 80 m tief
- Alto Tajo und Serranía de CuencaZwei kalte Quellen in Naturparks im Hochland von Guadalajara und Cuenca: der lange Siphon von Fuentenavina im Alto Tajo und Fuencaliente am Stausee La Toba.2 Höhlen · bis 44 m tief
- Alicante und MurciaZwei ernsthafte Höhlen – die Cova del Moraig bei Benitatxell (Brackwasser, >3 km, bis ~-100 m) und das thermale Labyrinth der Cueva del Agua bei Isla Plana (29–31 °C, >7 km) – sowie einfache Meereshöhlen am Cabo Tiñoso, am Cabo Cope und bei Tabarca.7 Höhlen · bis 100 m tief
- AndalusienTiefe Karstquellen und Siphons in der Sierra de las Nieves (Zarzalones bis -92 m, Minilla, Cinojal) – meist genehmigungspflichtige Forschungstauchgänge – sowie Meereshöhlen bei La Herradura, von denen die meisten im Schutzgebiet Maro-Cerro Gordo nicht mehr betreten werden dürfen.6 Tauchplätze · bis 92 m tief
- MallorcaLange, flache anchialine Höhlen an der Ostküste wie sa Gleda und Cova des Coll, fast alle nur mit Genehmigung. Dazu Meereshöhlen mit Luftglocken bei Dragonera, Cala Ratjada und Formentor.13 Höhlen · bis 40 m tief
- MenorcaMeereshöhlen: Pont d'en Gil bei Ciutadella (>200 m mit Luftglocken und Tropfsteinen), der Höhlenkomplex am Cap d'en Font an der Südküste (Moon Pool, Belltower, Catedral; Scorpion Cave und Organ Loft nur mit Höhlenbrevet) und Grotten bei Fornells und S'Algar – in den beiden Meeresschutzgebieten ist Höhlentauchen verboten.15 Höhlen · bis 30 m tief
- LanzaroteMeereshöhlen und Lavaröhren: die Catedral und die Cueva de las Gambas bei Puerto del Carmen, die Lavaröhre El Ascensor und die kleinen Höhlen von Charco del Palo bei Mala – der berühmte Túnel de la Atlántida unter den Jameos del Agua (1,6 km, -64 m) ist nur für wissenschaftliche Expeditionen geöffnet.5 Höhlen · bis 64 m tief
Gut zu wissen
- Jede Region hat eigene Regeln. In Kantabrien brauchst du für die meisten Höhlen eine Genehmigung und meldest dich vor jedem Höhlenbesuch bei der 112. La Fuentona (Soria) ist stark eingeschränkt.
- Auf Mallorca liegen viele Höhlen in Natura-2000-Gebieten; Höhlentauchen ist dort nur ausnahmsweise erlaubt, und ohne Genehmigung wirst du angezeigt. Viele Eingänge liegen zudem auf Privatgrund.
- In den Meeresschutzgebieten (Medes, Cabo Tiñoso, Tabarca, Menorca) kümmert sich meist die Tauchbasis um die Genehmigung. In den Schutzgebieten Menorcas ist das Tauchen in Unterwasserhöhlen verboten.
- Die Wassertemperaturen schwanken stark: ~7 °C in Galicien, 9–11 °C im Pozo Azul, ~19–20 °C mit Haloklinen in den Höhlen Mallorcas und 29–31 °C in der Levante.
- Trimix ist im Landesinneren knapp: In Burgos und Soria gibt es keine Füllstation, die nächsten liegen in Kantabrien. Für die Vorpyrenäen füllst du in Barcelona.
Tipps für sicheres und entspanntes Tauchen
- Quellen reagieren stark auf Regen und Schneeschmelze. Plane Höhlen wie Forat de l'Or und Fou de Bor für eine Trockenperiode; in Andalusien wird vor allem im Sommer in Siphons getaucht.
- Beantrage Genehmigungen frühzeitig: In der Serranía de Cuenca kann das bis zu drei Monate dauern, auf Mallorca bis zu 6 Monate.
- Fou de Bor (~1.160 m) und Fuentenavina (~1.205 m) liegen hoch: Stell deinen Computer auf Bergseetauchen ein und bring eigenes Gas und einen Booster mit.
- In den warmen Höhlen der Levante tauchst du mit einem dünnen Anzug; trink genug und achte auf Überhitzung.
- Bei einem Unfall rufst du die 112; die 112 entscheidet, in welche Druckkammer du kommst. DAN Europe: +39 06 4211 5685. Rettungen in abgelegenen Höhlen können lange dauern.
Brevet-Anforderungen, Konfigurationen und Trimix-Tiefen sind Schätzungen für die Planung. Prüfe sie immer vor Ort und tauche im Rahmen deiner Ausbildung.
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Automatisch gesucht, zuletzt am 5. Okt. 2026.
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